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The Integration of the European Second Generation (TIES)

Prof. Dr. Michael Bommes, Dr. Holger Kolb
Projektkoordinatorin: Maren Wilmes

Beteiligt sind neben dem IMIS Jeannette Schoorl vom Netherlands Interdisciplinary Demographic Institute (NIDI) in Den Haag und Dr. Maurice Crul vom Institute for Migration and Ethnic Studies (IMES), Universität Amsterdam.

Im Mittelpunkt von TIES, das von der VolkswagenStiftung ab Mai 2005 für zwei Jahre gefördert wird, steht die Frage nach den Faktoren, die die Integration von jugendlichen Migranten in einem Land behindern oder fördern können. An TIES sind Forscher aus Deutschland, den Niederlanden sowie aus der Schweiz, Österreich und Frankreich beteiligt. Anhand eines standardisierten internationalen Leitfadens wird die zweite Generation türkischer Einwanderer in acht Städten der Länder Deutschland (Berlin, Frankfurt), Niederlande (Amsterdam, Rotterdam), Frankreich (Paris, Straßburg), Österreich (Wien) und Schweiz (Zürich) vergleichend untersucht. In jeder Stadt sind 500 Interviews geplant, die Hälfte davon mit jungen Türken im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die als Kinder türkischer Einwanderer in dem Untersuchungsland geboren wurden. Die andere Hälfte der Befragten bildet eine Vergleichsgruppe „Einheimischer".
Themenkomplexe der quantitativ ausgelegten Untersuchung sind die Bereiche Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnung, Identifikation und Transnationalismus.
Es ist geplant, die aus den Befragungen erzielten Ergebnisse auf bereits erfolgte Voruntersuchungen zu beziehen, die auf die Bedeutung des jeweiligen nationalen Kontextes für die Integrationsprozesse hinweisen. So haben einige Länder größere Erfolge bei Bildung und Erziehung, andere beim Übergang in den Arbeitsmarkt – jedoch war keines der Untersuchungsländer in beiden Bereichen gleichermaßen erfolgreich oder erfolglos. Mit Blick auf mögliche Empfehlungen für die Praxis möchte sich die TIES-Gruppe vor allem auf das Erziehungs- und Schulwesen konzentrieren. Das schließt sowohl die institutionellen Arrangements auf nationaler und städtischer Ebene als auch die speziell auf Migrantenkinder und -jugendliche ausgerichteten Politiken und Maßnahmen ein. Die Ergebnisse der Studie könnten nicht zuletzt auch Antworten liefern auf einige der Fragen, die durch die PISA-Studie aufgeworfen wurden.

Weitere Informationen unter: www.tiesproject.eu

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