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IMIS-Arbeitsschwerpunkte / ForschungsprojekteZu den Aufgaben des 1991 gegründeten Instituts gehört es, Forschungen zu Migration und interkulturellen Fragen zu intensivieren und zu koordinieren, als Lehreinheit ein entsprechendes Studienangebot vorzuhalten, die fachliche und weitere Öffentlichkeit in seinen Themenfeldern kritisch zu informieren, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern sowie wissenschaftlich fundierte Einschätzungen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Das Institut entspricht diesen Aufgaben durch Forschungsarbeit, an die wissenschaftliche, aber auch an die weitere Öffentlichkeit und an die Politik gerichtete Publikationen, durch den neu eingerichteten Studiengang ›Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen‹, durch Tagungen und Vortragsveranstaltungen sowie durch wissenschaftliche Beratungstätigkeit und kritische Politikbegleitung über die Medien. In der Forschung haben sich am IMIS verschiedene interdisziplinäre Schwerpunkte entwickelt:
Für weitere Informationen zu den IMIS-Forschungsschwerpunkten klicken Sie bitte auf die rot unterlegten Projekttitel. Informationen über abgeschlossene Projekte bieten der IMIS-Bericht 1991–1997 und die Einleitung zur Festschrift des zehnjährigen Bestehens von IMIS. Beide Dateien können Sie im pdf-Format herunterladen. Wanderung und Wanderungspolitik in Deutschland, Europa und im atlantischen RaumGeschichte und Gegenwart der Wanderungen sind hier ebenso Thema wie die Geschichte der Versuche, sie durch Migrationspolitik zu kontrollieren und zu steuern, Eingliederung durch Integrationshilfen zu erleichtern oder aber Zuwanderung und Eingliederung zu erschweren bzw. durch Ausweisung zu beenden.
Migration, Integration und sozialwissenschaftliche TheorieInternationale Migrationen sind Teil der sozialen Strukturbildungen in modernen Gesellschaften. Der Schwerpunkt thematisiert die vielfältigen Veränderungen und Neubildungen gesellschaftlicher Strukturen durch Migration und die damit verbundenen Herausforderungen für sozialwissenschaftliche Theorien.
Migration und Integration in Politik und Gesetzgebung: aktuelle Bestandsaufnahmen und GestaltungsaufgabenFragen der politischen und rechtlichen Gestaltung von Zuwanderung und Integration, aber auch des Umgangs mit illegaler Zuwanderung und irregulären Inlandsaufenthalten werden in diesem Schwerpunkt auf nationaler Ebene und im internationalen Vergleich ebenso behandelt wie entsprechende Zielkonflikte in der Migrations- und Integrationspolitik.
Interkulturalität, Generationenverhältnisse, Geschlechter- und FamilienforschungEinwanderer und ihre Familien gestalten im Integrationsprozeß ihre jeweilige Lebenspraxis, indem sie auf biographisch verfügbare, teils mitgebrachte, teils vorgefundene kulturelle Lebensformen zurückgreifen und sich dadurch zugleich sozialen Anschluß und sozialen Wandel ermöglichen. In vergleichender Perspektive geht es um den Wandel von Sozialisationsbedingungen, Generationenverhältnisse und Geschlechterrollen zugewanderter Bevölkerungen.
Migration, Integration, Arbeitsmarkt und berufliche QualifikationDie Integration und vor allem Partizipation von Migranten werden durch unzureichende Bildung und berufliche Ausbildung beeinträchtigt. Fragen der beruflichen Ausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund und der Zugangsstruktur von Arbeitsmärkten für Migranten sowie Fragen von Bildungsmigration und ›brain drain‹ werden in diesem Schwerpunkt behandelt.
Migration, Integration und SpracheMehrsprachigkeit ist unter Bedingungen fortdauernder Migration keine vorübergehende Erscheinung. Sie ist in einer wachsenden Zahl von sozialen Bereichen die Grundlage der Kommunikation. Dies impliziert Sprachbewertungsprozesse, soziale Erwartungen der Angleichung und Assimilation, die Entstehung und Etablierung von Strukturen des Code-Switchings, der Entwertung von Kompetenzen, die Formierung von sozialen Kollektiven als ethnische Minderheiten entlang solcher Auf- und Abwertungsprozesse usw. Neben der Untersuchung solcher Zusammenhänge der Mehrsprachigkeit im eigentlichen Sinne (mündliche Sprache) steht in diesem Schwerpunkt vor allem die Entwicklung von Mehrschriftigkeit im Kontext von Migration im Vordergrund.
Integration und BildungMigranten und ihre Kinder sind seit dem Zweiten Weltkrieg zu einem regulären und wachsenden Teil des modernen Erziehungssystems in europäischen und außereuropäischen Zuwanderungsländern geworden. Im Vordergrund stehen Fragen zu den Bedingungen und Zielsetzungen der Erziehung von Migrantenkindern bzw. ihrer erfolgreichen Einbeziehung in das Erziehungssystem. Berücksichtigt werden dabei auch Fragen im Kontext der infolge internationaler Migrationen wachsenden Bedeutung der großen Religionen für die Ausgestaltung der interkulturellen Beziehungen.
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