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Klaus J. Bade, Leo Lucassen, Pieter C. Emmer and Jochen Oltmer (eds.), The Encyclopedia of Migration and Minorities in Europe. From the 17th Century to the Present, Cambridge University Press, New York 2011, 768p. hardcover, £ 125,- ISBN 978-0-521-89586-6

• A unique resource for scholars and researchers - there are no other publications with a comparable scope • Argues that migration has been an integral part of the history of Europe, providing detailed analysis of immigration in a wide variety of European countries • Reveals the variety of patterns of integration exhibited by various groups after migration

  • Although migration and integration have become important concepts today as a result of globalization, migration movements, integration, and multiculturalism have always been part of the history of Europe. Few people realize how many ethnic groups participated in migration within Europe or into Europe and this ignorance has grave consequences for the social and political status of immigrants. Newly available to an English-speaking audience, this encyclopaedia presents a systematic overview of the existing scholarship regarding migration within and into Europe.

The first section contains survey studies of the various regions and countries in Europe covering the last centuries. The second section presents information on about 220 individual groups of migrants from the Sephardic Jews emigration from Spain and Portugal in the sixteenth and seventeenth centuries to the present-day migration of old-age pensioners to the holiday villages in the sun. The first resource of its kind, The Encyclopaedia of Migration and Minorities is a comprehensive and authoritative research tool.

 

Studien zur Historischen Migrationsforschung (SHM) , Bd. 19 bis 25, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2010 bis 2012, siehe unter: SHM.

 

Martin Geiger, Europäische Migrationspolitik und Raumproduktion, Baden-Baden: Nomos 2011, ISBN 978-3-8329-6574-7, 333 S., € 49,00

  • Internationale Regierungsorganisationen im Management von Migration in Albanien, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine

    Wie in anderen Regionen übernehmen auch in Europa internationale Regierungsorganisationen immer häufiger das sogenannte Management von Migration. Die Effekte des neuen Managementansatzes der Migrationspolitik und der paradoxe wie zugleich paradigmatische Fall einer migrationspolitischen Europäisierung von Nicht-EU-Staaten durch Nicht-EU-Akteure sind bislang kaum untersucht worden.

Insbesondere für die Politische Geographie und die Geographische Migrationsforschung stellt die Verzahnung des internationalen Managements von Migration mit der Europäisierung von Migrationspolitik ein interessantes Forschungsfeld dar – Praxen der strategischen Verräumlichungen begleiten beide Prozesse und bewirken damit eine (Re-)Konstruktion von (neuen) Räumen der Sicherheit und Intervention.

Die Analysen und Befunde von Martin Geiger stützen sich auf einer Auswertung der maßgebenden Politikdokumente und auf einer Vielzahl von Experteninterviews, die in Albanien, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine geführt wurden. Sein Buch wendet sich nicht nur an Geographen, sondern auch an andere interessierte Sozialwissenschaftler, an migrationspolitische Praktiker und Aktivisten sowie eine kritische Öffentlichkeit.

 

Martin Geiger/Antoine Pécoud (eds.), The Politics of International Migration Management, Palgrave Macmillan, Nov. 2010, ISBN 9-780-230272583, £55.00

  • 'International migration management' is a new concept for understanding and rethinking migration flows. Throughout the world, governments and intergovernmental organizations, such as the International Organization for Migration, are developing new approaches aimed at renewing migration policy-making. This includes calls for cooperation between governments to govern migration flows; an understanding that migration is a normal process in a globalizing world rather than a problem; a 'post-control' spirit that goes beyond the restrictions on peoples' mobility to draft proactive policies; and a promotion of holistic approaches to migration, not only centred on security or labour, but also on development and human rights.

This book critically analyses the actors, discourses and practices of migration management, including both empirical investigations of new forms of migration policy and analytical explorations of their political and ideological foundations.

Contents and introduction
Review (in French) by Prof. Victor Piché (McGill University, Montréal) for the Revue Européene des Migrations Internationales.

 

Anna Lipphardt, VILNE. Die Juden aus Vilnius nach dem Holocaust. Eine transnationale Beziehungsgeschichte (Studien zur Historischen Migrationsforschung, Bd. 20), Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2010, 545 S., zahlr. Abb., Festeinband, ISBN 978-3-506-77066-0, € 58,- 

  • Auf der Suche nach dem Jerusalem Litauens - Begegnungen in New York, Tel Aviv und Vilnius

    In der allgemeinen Wahrnehmung endet die Geschichte der osteuropäischen Juden mit dem Holocaust. Die vorliegende Studie stellt hingegen ihre facettenreiche Nachkriegsgeschichte in den Mittelpunkt. Sie folgt den Vilner Überlebenden auf dem Weg aus dem sowjetischen Vilnius über die Transit-Stationen in Polen und den DP-Lagern bis in die Aufnahmeländer – und kehrt schließlich zurück in die litauische Hauptstadt, wo erst 1991 wieder eine jüdische Gemeinde gegründet wurde. Indem sie osteuropäisch-jüdische Geschichte, Migrationsforschung, Erinnerungstheorie und empirische Kulturwissenschaft verbindet, bringt sie den Lesern eine vielschichtige Lebenswelt jenseits des Shtetl-Klischees nahe und entwirft ein differenziertes Bild transnationaler jüdischer Kultur-, Erinnerungs- und Trauerarbeit.

Die Studie wurde mit dem Prix de la Fondation Auschwitz 2009 und dem Klaus-Mehnert-Preis der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde 2007 ausgezeichnet.

Dr. Anna Lipphardt ist Fellow am Zukunftskolleg und am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz.

 

Christoph Rass, Institutionalisierungsprozesse auf einem internationalen Arbeitsmarkt: Bilaterale Wanderungsverträge in Europa zwischen 1919 und 1974 (Studien zur Historischen Migrationsforschung, Bd. 19), Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2010, 573 S., Festeinband, ISBN 978-3-506-77068-4, € 58,-

  • Die erste komparative Langzeitstudie zu bilateralen Wanderungsverträgen wirft neues Licht auf die Geschichte der Anwerbung von »Gastarbeitern«

    Grenzüberschreitende Arbeitsmigration veränderte Europa im 20. Jahrhundert tiefgreifend. Das vorliegende Buch verbindet die Migrationsgeschichte der achtzehn wichtigsten Zu- und Abwanderungsländer des europäischen Arbeitswanderungssystems vom späten 19. Jahrhundert bis zum Anwerbestopp 1973/74 mit einer differenzierten Analyse der Genese und der Bedeutung von Anwerbeabkommen mit einem das 20. Jahrhundert überspannenden internationalen und komparativen Ansatz.

Dr. Christoph Rass ist Privatdozent für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Akademischer Oberrat an der RWTH Aachen. /li>

 

Klaus J, Bade, Leo Lucassen, Pieter C. Emmer und Jochen Oltmer (Hg.), Enzyklopädie Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn, 3. durchgesehene Aufl. 2010, 1.156 S., Festeinband, € 78,- ISBN 978-3-506-75632-9

Ein einzigartiges Nachschlagewerk internationalen Ranges!

  • Migration und Integration prägen die europäische Geschichte seit ihren Anfängen. Heute stehen sie aus aktuellen Gründen im Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit.

    Viele Europäer halten die neuen Herausforderungen für eine historische Ausnahmesituation. Sie irren. Wanderungsbewegungen waren seit jeher Teil der europäischen Geschichte. Viele, die sich gegenwärtig über die Integration von Fremden sorgen, wissen nicht, dass sie selber ferne Nachfahren von Zuwanderern sind.

Die Vielfalt der Gruppen, die sich innerhalb Europas bis heute über die Grenzen staatlicher, kultureller und sozialer Räume bewegten oder von außerhalb nach Europa zuwanderten und dies weiter tun, ist nur wenigen bewusst. Dieser Mangel an Information hat erhebliche politische und gesellschaftliche Folgen.

Das notwendige Wissen über Migration und Integration stellt jetzt die neue Enzyklopädie Migration in Europa übersichtlich, klar und kompetent bereit – von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart.

Die Enzyklopädie ist ein Gemeinschaftswerk internationaler Fachleute. Ihr erster Teil behandelt alle europäischen Großregionen und Länder in ausführlichen Überblicksartikeln. Sie beschreiben die Wanderungsgeschichte der jeweiligen Räume und untersuchen die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen von Integration. Diese raumbezogenen, epochenübergreifenden Überblicke bieten den Orientierungsrahmen für die im zweiten Teil der Enzyklopädie folgenden mehr als 220 Lexikonartikel.

Diese beleuchten das Thema detailliert und in ganzer Breite: Es geht zum Beispiel um afrikanische Sklaven in Europa, um philippinische »Mail-Order«-Bräute, Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg oder deutsche Deportierte in der UdSSR nach 1945. Andere Beispiele sind Artikel zu albanischen Siedlern in Italien, pakistanischen Einwanderern in Großbritannien, deutschen Siedlern in Russland oder »deutschstämmigen« Aussiedlern. Einträge zu Glaubensflüchtlingen wie Hugenotten oder Salzburger Protestanten finden sich ebenso wie zu italienischen Saisonarbeiterinnen im Reisanbau, irischen Arbeitern in England, Schweizer Söldnern in Europa oder den verschiedensten Gruppen von politischen Flüchtlingen oder Vertriebenen.

 

Dietrich Thränhardt/Michael Bommes (eds.), National Paradigms of Migration Research (IMIS-Schriften, Bd. 13), V&R unipress, Göttingen 2010, 325 S., hardcover, 39,90 Euro (ISBN 978-3-89971-223-0)

  • National Paradigms of Migration Research Different national traditions of migration research are strongly connected to national narratives and patterns of policies – be it in affirmative or critical ways. In this volume, policy and research traditions in twelve countries are portrayed and discussed – including the old immigration countries Canada and Australia, European countries with decades of immigration experience (Britain, Germany, Austria and the Netherlands), emerging immigration countries (Italy, Japan and Poland), and post-Colonial nation states (India, Malaysia and Nigeria). Thus the volume opens the way for a critical evaluation of migration research from a comparative perspective, and beyond the limits of traditional Western discussion.

We better understand the limits of different national patterns of integrating or excluding immigrants and the intellectual discourse about it if we can confront them with other paths and ideas. Since the leading disciplines in migration research vary between countries, the volume also includes inter-faculty varieties: Sociologists, political scientists, anthropologists and philosophers define migration, integration and the relationship between immigration and the structures of societies, challenging assumptions that have been considered self-evident in given national contexts

Dietrich Thränhardt, Professor emeritus for Political Science at the University of Münster, Germany, was Senior Fellow at the Transatlantic Academy in Washington D.C. in 2008/09.

Dr. Michael Bommes is Professor for Sociology/Methodology of Intercultural and Interdisciplinary Migration Research at the Institute for Migration Research and Intercultural Studies (IMIS) at University of Osnabrück, Germany.

 

Jochen Oltmer, Migration im 19. und 20. Jahrhundert (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 86), München: Oldenbourg Verlag 2010, 170 S.

  • Migration und Integration gehören zu den vieldiskutierten Themen der Gegenwart. Selten wird dabei erkannt, dass Phänomene, die heute als "Integrationsprobleme" wahrgenommen werden, Ergebnis historischer Prozesse sind und die gegenwärtige Migrationspolitik nur als Ausdruck einer langen Geschichte des staatlichen Umgangs mit räumlichen Bevölkerungsbewegungen verstanden werden kann. Jochen Oltmer bietet einen umfassenden Überblick über Hintergründe, Formen und Folgen von Migration vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart sowie über ihre Erforschung, die seit den 1990er Jahren rasch an Fahrt gewonnen hat. Eine umfangreiche, thematisch gegliederte Bibliographie schließt den Band ab.