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Schriften des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück (IMIS-Schriften)

herausgegeben vom Vorstand des Instituts

Bd. 15: Utz Maas, Sprache und Sprachen in der Migrationsgesellschaft. Die schriftkulturelle Dimension, V&R unipress, Göttingen 2008, 848 S., kartoniert (ISBN 978-3-89971-518-7)

  • Thema dieses Bandes sind mit Migrationsverhältnissen verbundene Sprachprobleme. Sie werden sowohl aus Sicht der einschlägigen Disziplinen als auch in den verschiedenen Dimensionen dieses Feldes, insbesondere Mehrsprachigkeit und Sprachausbau zur Schriftpraxis, beleuchtet. Der interdisziplinäre Aspekt des Werks spiegelt die Mitwirkung des Verfassers am Graduiertenkolleg ›Migration im modernen Europa‹ des IMIS und an migrationsausgerichteten Studiengängen der Universität Osnabrück. Auch werden Ergebnisse von Forschungsprojekten zu marokkanischen Migrantenkindern einbezogen.

Der Autor klärt die Begrifflichkeit im vortheoretischen Feld und in außersprachwissenschaftlichen Disziplinen sowie die systematischen Grundlagen der Sprachreflexion. Er erläutert die Konsequenzen aus dieser Klärung in Hinblick auf die politischen Fragen der Integration, auf praktische Fragen der Pädagogik sowie die weitere sprachwissenschaftliche und sprachdidaktische Forschung.

Der Verfasser ist Professor für Allgemeine und germanische Sprachwissenschaft an der Universität Osnabrück.

 

Bd. 14: Anne Walter/Margarete Menz/Sabina De Carlo (Hg.), Grenzen der Gesellschaft? Migration und sozialstruktureller Wandel in der Zuwanderungsregion Europa, V&R unipress, Göttingen 2006, 368 S., kartoniert (ISBN 3-89971-224-2), € 39,90 

  • Migrationsprozesse sind konstitutiver Bestandteil sozialstrukturellen Wandels in der Einwanderungsgesellschaft Europa. Nationale Wohlfahrtsstaaten werden dadurch ebenso in Frage gestellt wie tradierte kulturelle und soziale Zugehörigkeiten. Nationalstaaten und supranationale Staatengebilde reagieren auf die Herausforderungen, die mit internationaler Migration verbunden sind, mit der Stabilisierung äußerer und innerer Grenzen und einer Politik, die die Steuerung von Zuwanderung und Integration zum Ziel hat. Aus solchen interdependenten Prozessen resultieren neue soziale Strukturen, die den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben.

Die Beiträge des Sammelbandes analysieren empirisch und theoretisch den Zusammenhang von gesellschaftlichem Strukturwandel durch Migration und daraus hervorgehenden individuellen Handlungspotentialen und -restriktionen.

Die Herausgeberinnen sind Doktorandinnen am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.
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Zu bestellen im Buchhandel oder über: www.v-r.de

 

Dietrich Thränhardt/Michael Bommes (eds.), National Paradigms of Migration Research (IMIS-Schriften, Bd. 13), V&R unipress, Göttingen 2010, 325 S., kart. (ISBN 978-3-89971-223-0)

  • Different national traditions of migration research are strongly connected to national narratives and patterns of policies – be it in affirmative or critical ways. In this volume, policy and research traditions in twelve countries are portrayed and discussed – including the old immigration countries Canada and Australia, European countries with decades of immigration experience (Britain, Germany, Austria and the Netherlands), emerging immigration countries (Italy, Japan and Poland), and post-Colonial nation states (India, Malaysia and Nigeria). Thus the volume opens the way for a critical evaluation of migration research from a comparative perspective, and beyond the limits of traditional Western discussion.

We better understand the limits of different national patterns of integrating or excluding immigrants and the intellectual discourse about it if we can confront them with other paths and ideas. Since the leading disciplines in migration research vary between countries, the volume also includes inter-faculty varieties: Sociologists, political scientists, anthropologists and philosophers define migration, integration and the relationship between immigration and the structures of societies, challenging assumptions that have been considered self-evident in given national contexts.

Dietrich Thränhardt, Professor emeritus for Political Science at the University of Münster, Germany, was Senior Fellow at the Transatlantic Academy in Washington D.C. in 2008/09.

Dr. Michael Bommes is Professor for Sociology/Methodology of Intercultural and Interdisciplinary Migration Research at the Institute for Migration Research and Intercultural Studies (IMIS) at University of Osnabrück, Germany.

 

Bd. 12: Jochen Oltmer (Hg.), Migration steuern und verwalten. Deutschland vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Göttingen 2003, 507 S. (ISBN 3-89971-104-1), € 38,--

  • Fragmentierung, Undurchschaubarkeit und Schwerfälligkeit bei mangelnder Steuerungsübersicht – das kennzeichnet nach Einschätzung der von der Bundesregierung eingesetzten ›Unabhängigen Kommission Zuwanderung‹ den Gesamtbereich der Kontrolle und Gestaltung von Migration in der Bundesrepublik Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Reformen werden dringend angemahnt. Die Beiträge des Sammelbandes bieten Einblicke in die Entwicklung von Steuerung und Verwaltung von Migration in Deutschland seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts. Im Vordergrund stehen dabei Fragen nach Interessen, Modellen und Versuchen zur politischen und administrativen Gestaltung von Wanderungsbewegungen sowie nach unterschiedlichen Zuwanderungs- und Integrationspolitiken gegenüber einzelnen Zu- und Einwanderergruppen.
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    Erhältlich im Buchhandel oder bei:  info@vr-unipress.de

Bd. 11: Jochen Oltmer (Hg.), Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Osnabrück 2002, 377 S. (ISBN 3-935326-31-9), € 24,80

  • Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück feiert im November 2001 sein zehnjähriges Bestehen. Das Institut ist in diesem Jahrzehnt zu einem international anerkannten Forschungs- und Beratungszentrum geworden, das in der wissenschaftlichen, publizistischen und politischen Diskussion mancherlei Spuren hinterlassen hat. In der Festschrift zum zehnjährigen Bestehen beleuchten Mitglieder und Fellows des IMIS exemplarisch die interdisziplinären Arbeitsschwerpunkte des Instituts.
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Bd. 10: Peter Marschalck/Karl Heinz Wiedl (Hg.), Migration und Krankheit, Osnabrück 2001, 347 S. (ISBN 3-932147-23-5), € 21,50

  • Gesundheitliche Probleme von Zuwanderern der ersten und zweiten Generation zeigen für manche Symptome ein anderes Profil als bei der einheimischen Bevölkerung. Der Erfolg ärztlicher Bemühungen hängt häufig davon ab, ob und wie es geling, kulturspezifische Bewertungen und Einschätzungen der Patienten von Krankheit und Gesundheit in die Behandlung und Versorgung einzubeziehen. Der Sammelband thematisiert Erfahrungen der Medizingeschichte, theoretische und epidemiologische Forschungsansätze sowie Fragen der Behandlung und Versorgung von Patienten. Es geht zudem um spezifische Probleme einzelner Zuwanderergruppen - von Arbeitsmigranten, Aussiedlern und Flüchtlingen.
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    Zu bestellen bei:  info@vr-unipress.de

Bd. 9: Leonie Herwartz-Emden (Hg.), Einwandererfamilien: Geschlechterverhältnisse, Erziehung und Akkulturation, 2. Aufl. Göttingen 2003, 380 S. (ISBN 3-89971-126-2), € 28,80

  • Migration verändert Familien. Wie diese Veränderungen aussehen, wurde im deutschsprachigen Raum bislang nur lückenhaft untersucht. Im Mittelpunkt der Studie stehen zwei Gruppen von Einwandererfamilien: Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus der Türkei sowie Aussiedlerinnen und Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Akkulturationsstrategien und Geschlechterverhältnisse werden dabei in der dafür zentralen Dimension familiärer Arbeitsteilung und Alltagsbewältigung erfaßt. Konzepte von Weiblichkeit und Männlichkeit finden sich in Vorstellungen zu Elternschaft und Erziehung, in familiärer und beruflicher Orientierung, aber auch im Zeiterleben. Soziale Identifikation und Vergleichsprozesse in und zwischen den Gruppen, gegenseitige Stereotypen und Geschlechterbilder sind weitere Dimensionen der Analyse. In interkulturell vergleichender Perspektive werden die hier gewonnenen Ergebnisse mit den Einstellungen und Konzepten von Frauen und Männern aus westdeutschen Familien kontrastiert. Der systematische Vergleich verschiedener kultureller und gesellschaftlicher Kontexte verdeutlicht Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in den Generationen- und Geschlechterverhältnissen der untersuchten Familien.
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    Erhältlich im Buchhandel odder über:  info@vr-unipress.de

Bd. 8: Klaus J. Bade/Jochen Oltmer (Hg.), Aussiedler: deutsche Einwanderer aus Osteuropa, 2. Aufl. Göttingen 2003, 323 S. (ISBN 3-89971-120-3) , € 24,80

  • Aussiedlerzuwanderung und Aussiedlerintegration in der Bundesrepublik Deutschland sind seit dem Ende der 1980er Jahre wichtige gesellschaftliche Probleme und Gestaltungsaufgaben. Die Integration der deutschen Einwanderer aus Osteuropa konnte selbst im internationalen Vergleich lange als ein mustergültiges, auch für andere Einwanderer in Deutschland empfehlenswertes Modellunternehmen gelten. Das hat sich unter dem wachsenden Haushaltsdruck dramatisch geändert: Bei noch immer hoher Aussiedlerzuwanderung wurden Eingliederungshilfen eingeschränkt, soziale Kosten an die Kommunen delegiert, während Eingliederungsprobleme und Spannungen wuchsen. Die im Band versammelten Studien beleuchten aus der Sichet unterschiedlicher Disziplinen und Forschungsrichtungen vor allem zwei wesentliche aktuelle Bereiche: die Eingliederung jugendlicher Aussiedler und die Aussiedlerintegration als kommunales Problem.
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    Zu bestellen im Buchhandel oder über: info@vr-unipress.de

Bd. 7: Eberhard Eichenhofer (Hg.), Migration und Illegalität, Osnabrück 1999, 237 S. (ISBN 3-932147-21-9), € 24,80

  • Zuwanderung findet statt, selbst wenn nationales Recht sie nicht erlaubt. Nach und hinter dem Feindbild des Asylsuchenden ist das Schreckbild des ›Illegalen‹ aufgestiegen. Das gilt besonders für die öffentliche Diskussion um Arbeitsmarkt-, Sozialpolitik und um die innere Sicherheit – vom unerlaubten Grenzübertritt über den nichtgenehmigten Aufenthalt bis zur unzulässigen Teilnahme am Arbeitsmarkt. Dabei bleibt meist unklar, was Illegalität im Migrationsprozeß eigentlich ist. Das Sammelwerk bemüht sich um Transparenz in der mit großer Schärfe geführten Debatte. Es gibt einen Überblick über die Probleme der Beschreibung von Illegalität im Migrationsprozeß und umreißt die rechtlichen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund einer Bestandsaufnahme illegaler Zuwanderung und Beschäftigung in nationalen Wohlfahrtsstaaten. Erweitert wird diese Perspektive aus rechts-, wirtschafts- und politikwissenschaftlicher Sicht um Aspekte des Alltags in der Illegalität. Die Beiträge bieten Fallstudien zur Lage in Deutschland, den USA, in den Niederlanden, Italien und in Großbritannien.
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Bd. 6: Michael Bommes/Jost Halfmann (Hg.), Migration in nationalen Wohlfahrtsstaaten. Theoretische und vergleichende Untersuchungen, Osnabrück 1998, 309 S. (ISBN 3-932147-20-0)

  • Die Souveränität politischer Systeme in der Festlegung ihrer durch Staatsangehörigkeit definierten Mitgliedschaftsverhältnisse wird durch weltweite Migrationsbewegungen in Frage gestellt. Zugleich setzt Migration moderne Wohlfahrtsstaaten unter Wandlungsdruck; denn ihre Legitimität und Finanzierbarkeit beruhte und beruht auf der erfolgreichen Kontrolle und Begrenzung von Zuwanderung. Brüchig werden damit auch Konzepte der Solidarität, die auf nationalstaatliche Gemeinschaftsvorstellungen bezogen waren. Die Beiträge des Sammelbandes thematisieren diesen Zusammenhang von Migration, Wohlfahrtsstaat und Nationalstaat aus soziologischer und politikwissenschaftlicher Perspektive in theoretisch-systematischer und vergleichender Absicht.
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Bd. 5: Albrecht Weber (Hg.), Einwanderungsland Bundesrepublik Deutschland in der Europäischen Union. Gestaltungsauftrag und Regelungsmöglichkeiten, Osnabrück 1997, 384 S. (ISBN 3-930595-84-2)

  • Die Bundesrepublik Deutschland ist wie die meisten ihrer europäischen Nachbarn de facto zu einem Einwanderungsland geworden. Dieser Umstand hat im vergangenen Jahrzehnt zwar zu einer verstärkten einwanderungspolitischen Diskussion unter Migrationsforschern, Demographen, Ökonomen, Politologen und in den Parteien geführt, die rechtlichen Konsequenzen aber wurden bisher nur ansatzweise erörtert. Der Sammelband faßt die Ergebnisse einer im Rahmen des IMIS durchgeführten Tagung zusammen. Es werden Aspekte der internationalen Migration, der Bevölkerungs- und Arbeitsmarktforschung ebenso thematisiert wie Erfahrungen der klassischen Einwanderungsländer sowie einiger europäischer Staaten (England, Frankreich, Niederlande). Die politischen und rechtlichen Voraussetzungen einer möglichen Einwanderungsgesetzgebung untersucht der Band im Hinblick auf die rechtstechnische Durchführung einer Einwanderungsbegrenzung und Reform des Staatsangehörigkeitsrechts. Abschließend werden der Stand des europäischen Einwanderungsrechts dargestellt und Perspektiven einer europäischen Harmonisierung im Rahmen zwischenstaatlicher Kooperation oder einer möglichen Gemeinschaftskompetenz beleuchtet.
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Bd. 4: Eberhard Eichenhofer (Hg.), Social Security of Migrants in the European Union of Tomorrow, Osnabrück 1997, 135 S. (ISBN 3-930595-38-9)

  • The coordination of the various social security systems of the EU Member States is one of the most important achievements of European integration. This regime became a model for the whole world. Nevertheless, it has some shortcomings which are analysed in this book. Bent Greve (Roskilde) outlines the economic effects of coordination, Jos Berghman (Tilburg) defines the impact on the domestic social security systems, Michael Adler (Edinburgh) gives an enquiry into the administrative problems, Giancarlo Perone (Rome) reports from an Italian point of view. Lotta Westerhäll (Lund) examines the changes initiated by EU law to the Swedish legislation. Ludwik Florek (Warsaw) outlines the given relation on social security between Poland and the EU. Philippe Langlois (Paris) outlines a model on the coordination of employees' pensions. Danny Pieters (Leuven) clarifies the role of third states nationals in the EU coordination regime. Reports and analyses of the book offer insights into scopes of action and structuring prospects.
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Bd. 3: Klaus J. Bade (Hg.), Fremde im Land. Zuwanderung und Eingliederung im Raum Niedersachsen seit dem Zweiten Weltkrieg, Osnabrück 1997, 336 S. (ISBN 3-930595-39-7)

  • Die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in Niedersachsen war seit der Nachkriegszeit und ist bis heute stark durch Zuwanderung und Eingliederung, durch die Begegnung von Einheimischen und Fremden bestimmt. Das fünfzigjährige Jubiläum der Gründung des Landes Niedersachsen (1946) ist Anlaß zum Rückblick. Das Sammelwerk gibt zunächst Einblick in die Entwicklung von Bevölkerung, Arbeitsmarkt und Wanderung insgesamt. Es verfolgt dann in Einzelstudien die Zuwanderung und Eingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen der Nachkriegszeit, von Übersiedlern und Flüchtlingen aus SBZ und DDR und von deutschen Aussiedlern. Es geht weiter um die Entwicklung von ›Gastarbeitern‹ zu Einwanderern, die Zuwanderung von Asylbewerbern, Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlingen und schließlich um Zuwanderung und Eingliederung als Gestaltungsprobleme zwischen Bundes-, Landesebene und kommunaler Politik.
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Bd. 2: Adolf Wennemann, Arbeit im Norden. Die Italiener im Rheinland und Westfalen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Osnabrück 1997, 224 S. (ISBN 3-930595-37-0)

  • Im späten 19. Jahrhundert wandelte sich Deutschland vom Auswanderungsland zum ›Arbeitseinfuhrland‹ mit am Vorabend des Ersten Weltkriegs über einer Million ausländischer Arbeitskräfte. Das Hauptaugenmerk der Forschung galt lange der polnischen Arbeitswanderung. Die zweitgrößte Gruppe ausländischer Arbeiter, die Italiener, wurde kaum berücksichtigt. Die Regionalstudie schließt diese Forschungslücke für Rheinland und Westfalen. Sie berücksichtigt in gleichem Maße die entscheidend von dieser Arbeitswanderung nach Deutschland geprägte Lage in den italienischen Ausgangsräumen. Es geht um wanderungsbestimmende Faktoren in den Herkunftsgebieten, um die Rückwirkung der Arbeitswanderung auf diese Gebiete und um die Lebensformen der italienischen Erdarbeiter, Maurer, Steinbrecher und Bergleute im Westen Deutschlands im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
    Kostenlos erhältlich beim IMIS: imis@uni-osnabrueck.de

Bd. 1: Klaus J. Bade (Hg.), Migration - Ethnizität - Konflikt. Systemfragen und Fallstudien, Osnabrück 1996, 458 S. (ISBN 3-930595-36-2)

  • Das Weltthema ›Migration‹ verdichtet sich in der internationalen Diskussion zur ›globalen Migrationskrise‹ und scheint wie von selbst die Kategorien ›Ethnizität‹ und ›Konflikt‹ aufzurufen. Defensive Überlegungen, sicherheitspolitische Versuche zur Abwehr von Zuwanderung, öffentliche und alltägliche Kommunikation über Bedrohung und Ablehnung tendieren national und supranational dahin, sich wechselseitig zu stützen. Das Sammelwerk bietet demgegenüber kritische Systemanalysen und Fallstudien zu verschiedenen Aspekten und Problemen von Migration, Ethnizität und Konflikt. Die zum Teil stark interdisziplinär ausgerichteten Beiträge stammen von international ausgewiesenen Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachdisziplinen und Forschungsrichtungen, insbesondere aus Politik- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Rechtswissenschaften und Sozialpsychologie. Die Autoren kommen aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz, aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Singapur.
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