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Prof. Dr. Christoph A. Rass

Prof. Dr. Christoph A. Rass

Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung

Tel.: +49 541 969 4912/4377
Fax: +49 541 969 4380
christoph.rass@uni-osnabrueck.de


Fachbereich 1: Sozial- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben 19/21
Raum: 03/222
49074 Osnabrück

Sprechzeiten: Di 12-13

Meine Arbeit zum 19. und 20. Jahrhundert verbindet die klassische Herangehensweise der Geschichtswissenschaft mit methodischen Anregungen aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Ansätzen der digital humanities. Die Historische Migrationsforschung sowie die Gesellschaftsgeschichte organisierter Gewalt bilden wichtige Säulen meiner Forschung.

In der Historischen Migrationsforschung beschäftige ich mich mit den Institutionen von Migrationsregimen, wobei neben völkerrechtlichen Verträgen und Wanderungsbürokratien Praktiken der Exklusion Schwerpunkte bilden. Daneben widme ich mich verstärkt einer GIS-gestützten Untersuchung von Mobilitäts- und Migrationsmustern in life-event-Massendaten im Verbund mit einer generationenübergreifenden Perspektive auf Migrationserfahrungen in Lebens- und Familiengeschichten. Arbeiten zur visuellen Produktion von Migration in Film, Bild und Ausstellungen markieren einen weiteren wichtigen Bereich, der viele Anregungen aus der visual history bezieht. Schließlich schlagen die Auseinandersetzung mit Krieg und Militär sowie mit Migration in Gewaltkontexten eine Brücke zu meinem zweiten wichtigen Arbeitsgebiet.

Mein Zugang zur Gesellschaftsgeschichte organisierter Gewalt verortet sich zwischen den Historischen Sozialwissenschaften sowie der Friedens- und Konfliktforschung. Über die empirisch auf der Digitalisierung personenbezogener Massendaten basierende Sozialprofilanalyse forsche ich einerseits zu Gewaltkollektiven und den sie hervorbringenden Gesellschaften. Andererseits verbinden meine Arbeiten zu Konfliktlandschaften, Erinnerungskulturen, kollektivem Gedächtnis, Aufarbeitungsprozessen und nicht zuletzt biografischen und personellen Kontinuitäten "Krieg" und "Frieden".   

Eine Rückbindung vieler Fragestellungen an regionalgeschichtliche Bezüge, die sich dezidiert auch als Beitrag zur niedersächsischen Landesgeschichte verstehen, rundet mein Forschungsprofil ab. Dies verdeutlicht nicht nur der Untersuchungsraum des Projekts "Gefallene in der Gesellschaftsgeschichte", sondern auch eine Reihe weiterer landesgeschichtlicher Projekte und Forschungsvorhaben.

Meine Lehrveranstaltungen decken die deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in einem sechssemestrigen thematischen Zyklus ab, der auch globale und außereuropäische Perspektiven berücksichtigt. Dabei konzentrieren sich meine Seminare zur Historischen Migrationsforschung in deutscher und englischer Sprache vor allem auf die Themenfelder Produktion von Migration, Migrationserfahrungen, Migrationsregime sowie den Zusammenhang zwischen Migration und Gewalt