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Institute for Migration Research and Intercultural Studies


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TRANSMIT. Transnational Perspectives on Migration and Integration

Kontakt

Judith Altrogge, M.A.
Universität Osnabrück
IMIS
Neuer Graben 19/21, Raum 03/322
49074 Osnabrück

Judith.Altrogge@uni-osnabrueck.de

Ergebnispräsentation zu Armut und Migration, Abschlusskonferenz des Pilotprojektes ExiTT, Dezember 2019 in Berlin Ergebnispräsentation zu Armut und Migration, Abschlusskonferenz des Pilotprojektes ExiTT, Dezember 2019 in Berlin

Ergebnispräsentation zu Armut und Migration, Abschlusskonferenz des Pilotprojektes ExiTT, Dezember 2019 in Berlin

Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Laufzeit: 2020 bis 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Helen Schwenken; Prof. Dr. Andreas Pott
ProjektmitarbeiterInnen: Judith Altrogge, Dr. Hamza Safouane

 

Das Verbundprojekt TRANSMIT der DeZIM-Forschungsgemeinschaft untersucht transnationale Wechselwirkungen von Migrationserfahrungen in Herkunfts-, Transit- und Zielländern. Indem Herkunftskontexte, individuelle Migrationsmotivationen und Erfahrungen auf der Route sowie der gesellschaftliche und politische Umgang mit Migration in den Fokus gerückt werden, trägt TRANSMIT der Komplexität von Migration Rechnung.

Dem Vorhaben ist das Projekt ExiTT - Exit, Transit, Transformation 2018-2019 als Pilot vorangegangen. Auf diesem Poster sind die Ergebnisse von ExiTT und die Weiterentwicklung zu TRANSMIT zusammengefasst dargestellt.

In einem mixed-methods Forschungsdesign werden Beobachtungen entlang verschiedener Migrationsrouten durchgeführt. Es werden quantitative und qualitative Daten unter MigrantInnen während und nach ihrer Migration, aber auch unter potenziellen zukünftigen MigrantInnen sowie in der Bevölkerung der Herkunftsregionen sowie von relevanten Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft erhoben. Dabei finden die individuelle und familiäre Ebene, regionalspezifische Migrationskulturen sowie politische Prozesse Beachtung. Das Projekt zielt auf den Aufbau einer Dateninfrastruktur ab.

Regional konzentriert sich TRANSMIT auf zwei für Europa relevante Herkunfts- bzw. Transitregionen: Westafrika (insb. Senegal und Gambia sowie prospektive Marokko und Nigeria) sowie Nahost (insb. Libanon und die Türkei).

Das IMIS bringt sich mit qualitativen Methoden und einem Fokus auf Migrationsdynamiken in Westafrika, insb. Senegal und Gambia sowie Marokko nach Europa in das Gesamtprojekt ein. Dabei werden drei inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

Erstens untersuchen wir die Wechselwirkungen von politischen Regulierungsversuchen und transnationalen Migrationsprozessen als Praktiken der Immobilisierung. In den letzten Jahren haben sich die politischen Anstrengungen der EU und ihrer Mitgliedsstaaten, Einwanderung aus Sub-Sahara-Afrika stärker zu steuern und zu begrenzen, merklich intensiviert. Welche Konsequenzen Projekte der „Fluchtursachenbekämpfung“ oder Rückkehrprogramme auf Migrationsentscheidungen und -verläufe haben, ist auch für die Situation der MigrantInnen sowie Angebote für diese in Deutschland von Bedeutung.

Zweitens setzen wir uns mit Rückmigration als integralem Bestandteil von Migrationszyklen auseinander. Je nach Beweggründen und Rückkehrverläufen können sie unterschiedliche Bedeutungen für die Reproduktion von Migrationsmustern und damit auch Einfluss auf zukünftige Migrationsdynamiken haben. Am IMIS beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem Faktor der (eingeschränkten) Freiwilligkeit in individuellen Rückkehrentscheidungen und -erfahrungen und dessen soziale und politische Konsequenzen.

Drittens analysieren wir Narrative und Bilder von Migration. Wir untersuchen, wie Migration als solche, Zielländer und Rückkehr von MigrantInnen selber und innerhalb von Herkunftsgesellschaften wahrgenommen werden und wie sich diese über die Zeit verändern. Durch eine Auseinandersetzung mit Prozessen der Wissensgenerierung verfolgen wir, wann, wodurch und wie sich diese Bilder konstituieren oder verändern. Letztlich wird untersucht, welche Bedeutung ihnen im Zusammenhang von Migrationsentscheidungen und -prozessen zukommt.

Neben der Zusammenarbeit mit den Konsortialpartnern kooperiert das IMIS mit Forschenden in Westafrika; im Senegal mit der Université Assane Seck de Ziguinchor.

 

An TRANSMIT beteiligte Verbundpartner aus der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Berliner Institut für Empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM)
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)
Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)