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Globaler Flüchtlingsschutz und lokales Flüchtlingsengagement. Ausmaß und Grenzen von Agency in gemeindebasierten NGOs von Flüchtlingen

Global Refugee Protection and Local Refugee Engagement.
Scope and Limits of the Agency of Refugee-led Community-based NGOs

Kontakt

Prof. Dr. Ulrike Krause
Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften / IMIS
Seminarstraße 19 a/b
Raum 02/312
49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4140

Förderung: Gerda Henkel Stiftung
Laufzeit: 5/2016 bis 11/2020
Projektleitung: Prof. Dr. Ulrike Krause (Universität Osnabrück)

Im Rahmen des Forschungsprojekts ‘Globaler Flüchtlingsschutz und lokales Flüchtlingsengagement. Ausmaß und Grenzen von Agency in gemeindebasierten NGOs von Flüchtlingen’ wird untersucht, wie Geflüchtete zu ihrem eigenen Schutz beitragen.

In den letzten drei Jahrzenten wurden Geflüchtete sowohl im wissenschaftlichen als auch im öffentlichen Diskurs hauptsächlich als passive Opfer proträtiert, die auf Schutz und Hilfe externer Akteure angewiesen sind. Aufgrund ihrer Vulnerabilität auf der Flucht und in Flüchtlingslagern werden sie meist als HilfsempfängerInnen - anstelle als AkteurInnen - ihrer eigenen Zukunft sowie als passive und homogene Gruppe dargestellt, wobei ihre unterschiedlichen sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Interessen und Hintergründe unzureichend unbeachtet werden. Obwohl das globale Flüchtlingsregime für den Schutz und somit die Sicherheit von Geflüchteten verantwortlich ist, sind die Menschen häufig schlechten Lebensbedingungen und unterschiedlichen Gewaltformen in Lagern und anderen Umgebungen ausgesetzt. Dabei wurde weitestgehend vernachlässigt, wie sich Geflüchtete über den institutionellen Flüchtlingsschutz hinaus für ihre eigene Sicherheit einsetzen. An diesem Punkt greift das Forschungsprojekt an.

Das Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, wie sich Geflüchtete für ihre Sicherheit engagieren. Im Besonderen geht es darum, wie sie mit Hilfe von gemeindebasierten Organisationen, die durch Geflüchtete initiiert und geleitete werden, zu ihrem Schutz beitragen. Somit sind Agency und Resilienz der Menschen zentral im Projekt. Zur Untersuchung wird Feldforschung in Uganda in einem Flüchtlingslager und einem urbanen Kontext durchgeführt.

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