IMIS

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien


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Dr. Frank Wolff

Dr. Frank Wolff

Universität Osnabrück
Neueste Geschichte / IMIS
Neuer Graben 19/21
Raum 03/223
49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4914

frank.wolff@uni-osnabrueck.de

Sprechzeiten

Mi 14-15 Uhr (in der Vorlesungszeit)

Profil

Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar (Neueste Geschichte) und am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS).

Arbeitsschwerpunkte: Jüdische Geschichte, Migrationsforschung, Grenzen und Gesellschaften, Zeitgeschichte, Transnationalität, Globalgeschichte, Geschichte und Theorie.

Schwerpunktregionen: Russland und Polen, USA, Argentinien, Deutschland, jüdische Diaspora.

Nach seinem Studium der osteuropäischen Geschichte, Anglistik, Germanistik und mittleren und neueren Geschichte an der Universität zu Köln wurde Frank Wolff 2011 als Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Bielefeld Graduate School of History and Sociology der Universität Bielefeld mit summa cum laude promoviert. Daraus entstand das 2014 bei Böhlau/Köln veröffentlichte Buch Neue Welten in der Neuen Welt: Die transnationale Geschichte des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbund 1897-1947. Diese wurde 2016 mit dem Preis Geisteswissenschaften International ausgezeichnet. Neben seinen zahlreichen Forschungsaufenthalten in den USA, Argentinien und Israel war er 2010-2011 als DFG-Visiting Fellow an der Johns Hopkins University in Baltimore, MD und 2016/2017 Max Kade Visiting Professor an der University of Notre Dame, IN. Für die Jewish History der Johns Hopkins University schloss sich daran ein Forschungsprojekt zur globalen jüdischen Migration in der Zwischenkriegszeit an, aus dem derzeit zahlreiche Publikationen hervorgehen. Zum Wintersemester 2011 kam Frank Wolff an das IMIS/Neueste Geschichte der Universität Osnabrück.

Aktuell beschäftigt Frank Wolff sich mit der deutsch-deutschen Gesellschaftsgeschichte zur Zeit der Berliner Mauer. Sein Habilitationsprojekt trägt den Arbeitstitel Die Mauergesellschaft: Die Gesellschaftsgeschichte der deutsch-deutschen Migration 1961-1989. In dieser Regime-Analyse stellt er dar, dass sich die zwei deutschen Staaten und Gesellschaften mit der Errichtung der Mauer einerseits weiter voneinander entfernten. Andererseits aber entstanden zahlreiche Verflechtungen und Vernetzungen, die nur aufgrund dieses Gewaltaktes nötig und möglich waren. In dieser deutschen Zeitgeschichte um die Mauer herum wird deutlich, dass derart hochgradig militarisierte Grenzen als innergesellschaftliche Disziplinierungsinstrumente und zugleich als nahezu unkontrollierbare Kontaktzonen zu verstehen sind. Die innerdeutsche Grenze war dazu bestimmt, Gesellschaftsordnungen bis sprichwörtlich an den Küchentisch zu durchdringen - von dort aus aber schuf sie andererseits Unordnung und Verunsicherung bis in die höchsten Staatsebenen.