IMIS

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien


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Ein Teil des IMIS-Teams im Mai 2023, Foto: Karin Schumacher, Universität Osnabrück

Willkommen am IMIS

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) ist ein interdisziplinäres und interfakultatives Forschungszentrum der Universität Osnabrück.

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Über 1 Million? Wie viele ukrainische Geflüchtete leben derzeit wirklich in Deutschland?

[19.02.2024] Wie viele geflüchtete Ukrainer:innen leben Anfang 2024 in Deutschland? Das Ausländerzentralregister geht von mehr als einer Million Kriegsflüchtlinge aus. Diese Zahl sei deutlich zu hoch, analysiert IMIS-Mitglied Dr. Franck Düvell. Er forscht seit Jahren zu Migration aus der Ukraine – u.a. im FFVT-Projekt – und hat sich die verfügbaren Zahlen zu Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine angeschaut und diese trianguliert. Demnach leben höchstens 900.000 Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland. Die Analyse ist hier abrufbar.

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am neuen SFB "Produktion von Migration". © Simone Reukauf Fotografie

Großer Erfolg für die Osnabrücker Migrationsforschung: DFG bewilligt der Universität einen neuen Sonderforschungsbereich

[24.11.2023] Es ist eine herausragende Anerkennung für die Leistungen der Osnabrücker Migrationsforschung: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Antrag auf Einrichtung des Sonderforschungsbereichs „Produktion von Migration“ an der Universität Osnabrück zur Förderung ausgewählt. Die Forschungsstärke des Standortes und das innovative Konzept des Verbunds von 17 Teilprojektleiterinnen und -leitern aus Osnabrück, Berlin/Potsdam, Flensburg, Frankfurt am Main und Münster überzeugten. Zur Umsetzung des Vorhabens erhält die Universität Osnabrück für die erste Förderphase bis Ende 2027 ca. 8,3 Millionen Euro. Zur Pressemeldung

Aktuelles IMIS Working Paper zur Unterstützungsarbeit mit Menschen im Asylsystem

[21.2.2024] Soeben ist ein neues IMIS Working Paper erschienen: Edling, Paula (2024): Von Hilfe zu Protest. Die Entstehung von sozialem Veränderungswillen in der Unterstützungsarbeit mit Menschen im Asylsystem. IMIS Working Paper 19, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.
Unmittelbar nach seiner Entfaltung im Zuge der sogenannten ‚Willkommenskultur‘ 2015 wurde das unter unpolitischen Vorzeichen stehende mehrheitsgesellschaftliche Engagement zu einem politisch umkämpften Feld. Angesichts der Fluchtbewegungen aus der Ukraine Anfang 2022 entbrannte auch innerhalb der Unterstützungsstrukturen eine Debatte über die (Un-)Gleichbehandlung von geflüchteten Menschen. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen sowie individueller Erfahrungen von Engagierten untersucht das Working Paper daher auf Basis einer qualitativen fotogestützten Interviewforschung die Entstehung von sozialem und politischem Veränderungswillen im ursprünglich ‚humanitär‘ gerahmten Engagement. Mithilfe der Protestbewegungstheorie nach James M. Jasper zeigt sich, dass einige der Befragten von 2015 bis 2022 zunehmend kritische Perspektiven auf die Funktionsweisen und Implikationen des staatlichen Asylsystems entwickelten, eine dezidierte Systemkritik dabei jedoch weitgehend ausblieb. - Das Working Paper 19 kann im Repositorium der UB heruntergeladen werden: https://osnadocs.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-201903081236 / Zu den IMIS Working Papers

IMIS Working Paper zu Frauen im deutschen Kolonialismus

[10.1.2024] Neues IMIS Working Paper: Wessing, Catharina E. C. (2024): Frauen im deutschen Kolonialismus. Aushandlungsprozesse der Deutschen Kolonialgesellschaft und des Frauenbundes im kolonialen Migrations- und Genderregime. IMIS Working Paper 18, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS. 
Von 1907 bis 1914 entsandte der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft (FB) in Kooperation mit der Deutschen Kolonialgesellschaft (DKG) mehrere hundert deutsche weiße Frauen als Dienstmädchen in die deutschen Kolonien. Damit stellen die beiden Organisationen zwei zentrale nichtstaatliche Akteur*innen im deutschen kolonialen Migrations- und Genderregime dar, was die These nahelegt, dass sie bedeutenden Einfluss auf die Bedingungen nahmen, unter denen weibliche Migration in die deutschen Kolonien zu dieser Zeit stattfand. Mit Hilfe der Historischen Diskursanalyse untersucht dieses Working Paper, welche Bedeutungen von Migration zwischen der DKG und dem FB bei der Entsendung deutscher weißer Frauen ausgehandelt wurden. Die Arbeit unterliegt dabei einer postkolonialen, feministischen Kritischen Weißseins-Perspektive. Das Working Paper 18 kann im Repositorium der UB heruntergeladen werden: https://osnadocs.ub.uni-osnabrueck.de/handle/ds-2024011010203
Zu den IMIS Working Papers

IMIS Workshop on Camp Studies: Redefining Borders and Exploring Solidarity and Resistance

[29.12.2023] The IMIS cordially invites you to its workshop "Camp Studies: Redefining Borders and Exploring Solidarity and Resistance" which will take place on December 6th, 2023 (4-6 pm CET) and December 7th, 2023 (9 am-12 noon CET) at Osnabrück University, IMIS, Seminarstr. 19, 49074 Osnabrück and online. The workshop is organized and hosted by IMIS member Dr. Nese Özgen and promises insightful discussions and collaborative exploration into refugee camps. Bringing scholars and activists with diverse interdisciplinary backgrounds and experiences together, the workshop focuses on refugee camps as multifaceted spaces, encompassing forms of segregation and control, yet also serving as microcosms where social and solidarity networks and forms of resistance emerge. See further details and workshop agenda