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IMIS Working Papers

  
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Herausgegeben vom Vorstand des IMIS / Edited by the board of IMIS

Redaktion/Editorial board: Christoph Rass, Helen Schwenken, Simon Sperling, Frank Wolff

IMIS Working Paper 10/2021 PDF

Segadlo, Nadine/Krause, Ulrike/Zanker, Franzisca/Edler, Hannah (2021): “Everyone was overwhelmed by the fears and the panic of the unknown disease”. Kenyan Refugee Protection and the COVID-19 Pandemic. IMIS Working Paper 10, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

The Kenyan Ministry of Interior recently urged international agencies to close down the Dadaab and Kakuma refugee camps in Kenya, once again. This comes at a time when the COVID-19 pandemic has already placed great burdens on the lives and livelihoods of refugees and intensified uncertainties. To better understand how the pandemic has affected refugees in Kenya, this paper discusses results from a recent qualitative questionnaire on refugee protection in light of COVID-19. We find that the pandemic has exacerbated existing challenges, and partly created new ones. Economic issues and the anxiety that accompanies them have intensified due to lockdowns, restricted movements and business closures. Aid was scaled down and funding cuts further complicated conditions. Although refugees are noted to be important actors in responding to the pandemic, resulting difficulties partly contribute to tensions among refugees, as well as between refugee and host communities. Refugees report an increase in the risks of violence as well as being stigmatized as carriers of the virus, in addition to continued competition over resources with host communities. Thus, risks for refugees would certainly intensify if the camps were to be closed. No matter how things develop further, the safety and representation of refugees should be at the front and center of any possible developments.

IMIS Working Paper 9/2021 PDF

Biaback Anong, Dorothea (2021): "Saisonarbeitskräfte dringend benötigt“. Das Regime landwirtschaftlicher Saisonarbeit in Deutschland im Kontext der Corona-Pandemie. IMIS Working Paper 09, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 standen landwirtschaftliche Saisonarbeiter_innen für kurze Zeit stark in der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Working Paper nimmt demgegenüber eine langfristige Perspektive ein: Der politische Diskurs um Saisonarbeit von 2018 bis 2020 wird einer empirischen Analyse unterzogen und in ein Verhältnis zum rechtlichen Regime landwirtschaftlicher Saisonarbeit in Geschichte und Gegenwart gesetzt. Forschungsleitend ist dabei die Frage nach Verschiebungen und Kontinuitäten im Regime landwirtschaftlicher Saisonarbeit in Deutschland während der Corona-Pandemie. Dabei wird herausgearbeitet, dass die Regulierung der Saisonarbeitsmigration vor und während der Pandemie im Sinne einer Just-in-Time-Migration auf die spezifischen Bedürfnisse der Landwirtschaft an ‚niedrigqualifizierten‘ Arbeitskräften ausgerichtet ist, diese aber durch ihre Arbeit keine Ansprüche auf Sozialleistungen in Deutschland erwerben. Im Gegensatz zu anderen Migrationsformen stehen dadurch ökonomische Interessen an migrantischer Arbeitskraft und das national-konservative Interesse an Restriktion von Migration im Regime der Saisonarbeit nicht im Konflikt, sondern verstärken sich vielmehr gegenseitig.

IMIS Working Paper 8/2021 PDF

Soykan, Cavidan (2021): Seeking Refuge in Turkey: How and Why? The Experiences of Turkey’s Asylum Seekers. IMIS Working Paper 08, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Dieses Working Paper befasst sich mit den Asylverläufen von irakischen, iranischen, afghanischen und afrikanischen Asylantragstellenden im türkischen Asylsystem seit 2011. Trotz der Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge des nationalen Gesetzes ‚über die Ausländer und den internationalen Schutz‘ 2013 verdeutlichen die Erzählungen der nicht-europäischen Asylantragstellenden in diesem Paper, dass die Probleme der Vergangenheit fortbestehen. Ein Grund dafür ist die Beibehaltung der geographischen Beschränkung des Geltungsbereichs der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 auf Geflüchtete aus Europa. Als Nachbar- und Kandidatenstaat der EU bestimmt die Türkei also selbst, wer im Land Asyl beantragen darf. Viele dieser Menschen wollen dabei die Türkei als Zwischenstopp nutzen, um nach Westeuropa zu gelangen. Die ‚Flüchtlingskrise’ von 2015 und die Geschehnisse in Edirne Anfang 2020 zeigen, dass die Rolle der Türkei als Transitland sich auch nach dem Inkrafttreten des Gesetzes nicht verändert hat. Im Gegenteil: Die Türkei hat jetzt angesichts der EU-Türkei-Erklärung von 2016 eine neue von der EU zugewiesene Rolle. Die Eindämmungspolitik gegenüber syrischen Geflüchteten macht die Türkei zur Komplizin der EU in ihrem neu etablierten Abschieberegime.

IMIS Working Paper 7/2020 PDF

Molnar, Ann-Katrin (2020): Aushandlungsprozesse von (Im-)Mobilität. Transiterfahrungen von Gambiern mit prekärem rechtlichen Aufenthaltstitel im EUropäischen Grenzregime. IMIS Working Paper 07, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Das Working Paper widmet sich den Aushandlungsprozessen des EUropäischen Grenzregimes durch gambische Asylantragstellende mit prekärem rechtlichen Aufenthaltstitel, die zwischen Deutschland und Italien mobil sind. Anhand individueller Mobilitätsgeschichten im Schengen-Raum wird herausgearbeitet, dass ihre Mobilität in einem Spannungsfeld zwischen Herausforderung des Regimes und Einschränkung durch das Regime eingebunden ist. Es wird eine Verbindung geschaffen zwischen politischen Rahmenbedingungen – primär der Dublin-III-Verordnung – und den Widersprüchlichkeiten in der Implementierung, der Art und Weise wie sich Grenzen für Personen mit prekärem Aufenthaltsstatus im Schengen-Raum materialisieren und der konfliktiven Aushandlung des Grenzregimes durch verschiedene Akteur_innen mit unterschiedlichen Machtressourcen.

IMIS Working Paper 6/2020 PDF

Heilmann, Katharina (2020): "Ich kann nicht ohne Familie". Männlichkeit(en) und Familienbeziehungen im Kontext von Fluchtmigration. IMIS Working Paper 06, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Das Working Paper setzt an einer Forschungsleerstelle der Flucht- und Flüchtlingsforschung an: der Erfassung der Lebenswirklichkeiten und Formen der Alltagsbewältigung heranwachsender männlicher Geflüchteter. Dazu wird Familie als ein im Alltag relevantes soziales Netzwerk von Geflüchteten untersucht. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie junge männliche Geflüchtete Kontakt zu ihren Familien gestalten und aufrechterhalten. Dabei diskutiert das Paper Familiensysteme als exklusive Möglichkeitsräume im Fluchtregime für die Thematisierung, Aushandlung und Bewältigung adoleszenz- sowie fluchtspezifischer Erfahrungen junger Männer.

IMIS Working Paper 5/2019 PDF

Robinson, Jennifer-Louise (2019): Gemeinsam allein auf Tahriib. Die Relevanz sozialer Netzwerke für die illegalisierte Migration somalischer Menschen. IMIS Working Paper 05, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Diese Arbeit widmet sich einem bisher in der Migrationsforschung wenig bearbeiteten Aspekt: die Reise als essentiellen Teil von Migrationsprozessen. Mit der Analyse individueller Migrationsgeschichten somalischer Menschen auf Tahriib – der illegalisierten Reise nach Europa – wird die Relevanz sozialer Netzwerke für die Realisierung der Reise herausgearbeitet. Dazu werden erstens persönliche sowie strukturelle Umstände, die zu Tahriib führen, berücksichtigt. Zweitens werden Formen der Unterstützung, die die Migrant_innen in unterschiedlichen Momenten ihrer Reise empfangen, skizziert, um drittens die hinter den Netzwerken stehenden Strukturen und ihre gesellschaftliche und kulturelle Verortung zu erörtern.

IMIS Working Paper 4/2019 PDF

Mulert, Caroline (2019): Eine neue ‚Reservearmee‘? Ausbildungschancen von Geflüchteten in der Hotel- und Gastronomiebranche. IMIS Working Paper 04, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Wie kaum eine andere Branche setzt das Gastgewerbe darauf, Geflüchtete für eine Ausbildung zu gewinnen. Das Working Paper diskutiert die Frage, inwieweit eine Ausbildung im Gastgewerbe für Geflüchtete eine Möglichkeit darstellt, ihre gesellschaftliche Position zu verbessern. Anhand einer Analyse des Felds des Ausbildungszugangs und der verschiedenen Kapitalien der Geflüchteten wird in dieser Arbeit dargestellt, wie der Weg der Ausbildung im Gastgewerbe zwar einerseits die Möglichkeit des Eintritts in den internen Arbeitsmarkt bietet, es andererseits aber vielen Geflüchteten am Zugang zu den nötigen Kapitalien fehlt, die ihnen eine freie und selbstbestimmte Wahl des Ausbildungsberufs ermöglichen würden. Das Working Paper arbeitet heraus, dass Geflüchteten zunächst der Zugang zu verschiedenen Kapitalien erleichtert werden muss, um die Entstehung einer ‚Reservearmee‘ für die Besetzung unbeliebter Stellen zu vermeiden.

IMIS Working Paper 3/2019 PDF

Räuchle, Charlotte/Schmiz, Antonie (2019): Reallabore in Ankunftsquartieren. IMIS Working Paper 03, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Das IMIS Working Paper 03 widmet sich den Fragen, welche Herausforderungen sich an Reallabor-Forschung im Kontext von Ankunftsquartieren stellen, inwiefern diese bereits in der bestehenden Literatur adressiert werden und was Reallabore in Ankunftsquartieren leisten können. Basierend auf dem aktuellen Forschungsstand lässt sich feststellen, dass sich mit Reallaboren in Ankunftsquartieren sowohl Chancen in Form der Stärkung der Teilhabemöglichkeiten von gesellschaftlich benachteiligten Gruppen als auch Herausforderungen, die sich in unterschiedlichen Zielen der beteiligten Akteure ausdrücken, verbinden. Das Working Paper arbeitet die Spezifik von Reallaboren als methodisches Instrumentarium für die interdisziplinäre Stadt- und Migrationsforschung heraus.

IMIS Working Paper 2/2018 PDF

Rass, Christoph (2018): Migrationsforschung und ‚Migrationskrise‘. Eine Debatte aus den USA der 1930er Jahre. Antrittsvorlesung anlässlich der Berufung auf die Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung der Universität Osnabrück, 21. Juni 2016. IMIS Working Paper 02, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Das IMIS Working Paper 02 basiert auf die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Christoph Rass von Juni 2016 am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Der Text diskutiert am Beispiel von Diskursen um eine Neukonzeption der US-amerikanischen Migrationspolitik gegenüber Mexiko in der Zwischenkriegszeit die Rolle und den Einfluss der Wissensproduktion einer frühen Migrationsforschung auf solche Prozesse. Im Fokus stehen dabei die Wahrnehmung europäischer Migrationspolitiken durch Wissenschaftler/-innen in den USA sowie Versuche zu deren 'Übersetzung' in den amerikanischen Kontext. Die Befunde geben Anregungen für eine Wirkungsgeschichte der Migrationsforschung.

IMIS Working Paper 1/2018 PDF

Schwenken, Helen/Heimeshoff, Lisa-Marie/Kirchhoff, Maren/Neuhauser, Johanna (2018): Die ‚Flüchtlingskrise‘ migrationssoziologisch quergelesen. Antrittsvorlesung anlässlich der Berufung auf die Professur für Migration und Gesellschaft der Universität Osnabrück, 1. Dezember 2015. IMIS Working Paper 01, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Osnabrück: IMIS.

Das IMIS Working Paper 01 umfasst die Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Helen Schwenken und dem Team der Professur Migration und Gesellschaft vom 1. Dezember 2015 am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Die Autorinnen reflektieren über ihre Ankunft in Osnabrück, die mit der Entstehung und Deutung des Diskurses über die ‚Flüchtlingskrise‘ koinzidierte. Die ‚Flüchtlingskrise‘ und einige ihrer Aspekte werden dabei diskursanalytisch aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert.