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Institute for Migration Research and Intercultural Studies


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Neuerscheinungen / new publications

Paul Scheibelhofer/Matthias Schneider (Hg.), Flucht und Männlichkeiten. Themenheft der Z'Flucht - Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung. The German Journal for Refugee Studies, 5. 2021, H. 1, Baden-Baden: Nomos. Herausgegeben von Marcel Berlinghoff, J. Olaf Kleist, Ulrike Krause und Jochen Oltmer, ISSN print: 2509-9485, ISSN online: 2509-9485

 

Während in öffentlichen Debatten seit Jahren ein negatives Bild von männlichen Geflüchteten vorherrscht, bezieht sich geschlechterreflektierte Fluchtforschung oftmals auf Frauen. Bislang wird die große Präsenz, die das Thema männliche Geflüchtete in Medien und Politik hat, nicht von einem entsprechenden akademischen Interesse begleitet. Das Themenheft möchte dazu beitragen, diese Lücke zu schließen und neue Debatten anzuregen.

 

 

 

 

 

Becky Tailor/Karen Akoka/Marcel Berlinghoff/Shira Havkin (Hg.), When Boat People were Resettled, 1975-1983. A Comparative History of European and Israeli Responses to the South-East Asian Refugee Crisis (Palgrave Studies in Migration History) Cham: Palgrave Macmillan 2021, ISBN 978-3-030-64224-2

This book traces the reception and resettlement of Vietnamese, Cambodians and Laotians in France, Germany, the United Kingdom, the Netherlands and Israel during the 'boat people' crisis of 1975–79.  These years saw hundreds of thousands of people displaced by the emergence of the Socialist Republic of Vietnam and political instability across south-east Asia. Using a comparative historical approach, the authors demonstrate the multiple ways in which refugees were contested, accepted, received and resettled across different national contexts. This episode is held up today as an example of European generosity. Yet this book illustrates how the reception of boat people in Western Europe and Israel was shaped by the Cold War, and by specific national preoccupations over international prestige, immigration, labour supply and the place of foreign-born strangers in their increasingly diverse societies. While the post-2015 refugee crisis in Europe has often been construed as a new challenge requiring an unprecedented coordinated international response, this book shows the longer history of such dilemmas.

Ulrike Krause, Difficult Life in a Refugee Camp. Violence, Gender, and Coping in Uganda, Cambridge: Cambridge University Press 2021, ISBN 978-1108830089

Although refugee camps are established to accommodate, protect, and assist those fleeing from violent conflict and persecution, life often remains difficult there. Building on empirical research with refugees in a Ugandan camp, Ulrike Krause offers nuanced insights into violence, humanitarian protection, gender relations, and coping of refugees who mainly escaped the conflicts in the Democratic Republic of the Congo. This book explores how risks of gender-based violence against women, in particular, but also against men, persist despite and partly due to their settlement in the camp and the system established there. It reflects on modes and shortcomings of humanitarian protection, changes in gender relations, as well as strategies that the women and men use to cope with insecurities, everyday struggles, and structural problems occurring across different levels and temporalities.

Frank Wolff, Yiddish Revolutionaries in Migration: The Transnational History of the Jewish Labour Bund 1897–1947 (Historical Materialism Series 226), Leiden: Brill 2021, ISBN 978-90-04-32139-7

This ground-breaking history of the General Jewish Labour Bund in migration investigates how the organisation transformed itself from a revolutionary protagonist in early twentieth-century Russia to a socialist institution of secular Jewish life and yidishkayt for Jews in North and South America. By following thousands of activists’ paths from the shtetls of Eastern Europe to the working-class Yiddish neighbourhoods of New York and Buenos Aires, Frank Wolff traces the networks that connected these revolutionaries on both sides of the Atlantic, resulting in a richly detailed social history of this seminal transnational movement.
This book was first published in 2014 as “Neue Welten in der Neuen Welt: Die transnationale Geschichte des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbundes, 1897–1947” by Böhlau Verlag, Köln.

Rauf Ceylan, Imame in Deutschland, erw. und überarb. Neuausgabe, Freiburg i.Br.: Herder 2021, ISBN 978-3-451-38579-7

Wer predigt in deutschen Moscheen? Verkappte Hassprediger oder fürsorgliche religiöse Leitfiguren? Imame sind wichtige Schlüsselpersonen in der muslimischen Community, doch was bewegt sie wirklich? Rauf Ceylan geht dem Alltagsleben der Imame auf den Grund, untersucht ihre politische und religiöse Orientierung, ihre Position in der Gemeinde und der deutschen Gesellschaft. Er zeigt, weshalb sie wesentlich die Integration der Muslime in die deutsche Gesellschaft mitbestimmen und welche Konsequenzen das hat. Und er schlägt Antworten auf entscheidende Fragen vor: Wie wird die Bundesregierung in Zukunft mit der Installierung von Imamen umgehen? Oder: Wie werden Fragen wie etwa die Finanzierung von Imamen geklärt? Das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück und mit ihm Rauf Ceylan sind in diesem Prozess entscheidend involviert – ein Buch aus erster Hand, fundiert und prägnant. Die überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe präsentiert neueste Fakten und aktuelle Forschungsergebnisse.

Jochen Oltmer, Die Grenzen der EU. Europäische Integration, „Schengen“ und die Kontrolle der Migration (Springer essentials), VS Verlag für Sozialwissenschaften 2021, ISBN 978-3-658-33213-6, Open Access

Dieses Open-Access-Buch blickt auf die Hintergründe der Politik der Freizügigkeit in Europa und diskutiert die Folgen. Die europäische Integration veränderte die Migrationsverhältnisse erheblich: Zwischen den EU-Mitgliedstaaten wurden unter dem Begriff der „Freizügigkeit“ Grenzübertritte sowie Arbeit und Niederlassung von Staatsangehörigen anderer Mitgliedsländer weitgehend erleichtert, Binnengrenzen verloren also an Bedeutung. Zugleich gewann die Frage des Umgangs mit einer gemeinsamen Außengrenze und der Migration von „Drittstaatsangehörigen“ an Gewicht. Das essential erklärt, warum Migration von außerhalb Europas zunehmend als Problem von Sicherheitspolitik verstanden wurde und wieso diese die Maßnahmen zur Ausgestaltung einer gemeinsamen Außengrenze bis heute bestimmt.

Sophie Hinger/Reinhard Schweitzer (eds.), Politics of (Dis)Integration. IMISCOE Research Series. Springer International Publishing 2020, open access, ISBN 978-3-030-25089-8

This open access book explores how contemporary integration policies and practices are not just about migrants and minority groups becoming part of society but often also reflect deliberate attempts to undermine their inclusion or participation. This affects individual lives as well as social cohesion. The book highlights the variety of ways in which integration and disintegration are related to, and often depend on each other. By analysing how (dis)integration works within a wide range of legal and institutional settings, this book contributes to the literature on integration by considering (dis)integration as a highly stratified process. Through featuring a fertile combination of comparative policy analyses and ethnographic research based on original material from six European and two non-European countries, this book will be a great resource for students, academics and policy makers in migration and integration studies.

Anna Flack: Zugehörigkeiten und Esskultur. Alltagspraxen von remigrierten und verbliebenen Russlanddeutschen in Westsibirien, Bielefeld: transcript Verlag 2020, 500 S., ISBN: 978-3-8376-5327-4

In der sich zunehmend diversifizierenden deutschen Gesellschaft ist es von besonderer gesellschaftspolitischer Relevanz sich zu vergegenwärtigen, dass Migrierte nicht nur aus Herkunft, Ethnizität oder Religiosität Zugehörigkeit schöpfen. Ebenfalls hat eine Vielzahl von (un-)bewussten Handlungsmustern, Wertvorstellungen und Orientierungen Einfluss auf Kohäsionsprozesse. Anhand von qualitativen Untersuchungen des Ernährungsalltags von remigrierten und nicht ausgesiedelten Russlanddeutschen veranschaulicht Anna Flack, inwiefern Zugehörigkeiten vielschichtig, kontextabhängig und sogar widersprüchlich sind – und liefert damit gleichzeitig spannende Einblicke in die Alltagspraxen dieser von der Forschung bisher eher vernachlässigten Bevölkerungsgruppen. Das Buch ist hier als Print- oder E-Book-Ausgabe erhältlich.

Jochen Oltmer, Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020, 320 S.

Migration, Flucht, Asyl: Die Themen sind allgegenwärtig. Mit der Einordnung der Phänomene aber tut sich die Debatte schwer, auch weil sie geschichtsblind agiert und übersieht, dass sich die Gegenwart der Migration nur durch den Blick auf lange Linien des Wandels weltweiter Wanderungen erklären lässt. Welche Faktoren aber bedingen Migration und Flucht und von welchen Folgen und Effekten ist auszugehen? Antworten auf diese grundlegenden Fragen bietet das Buch von Jochen Oltmer, das nunmehr in einer aktualisierten und deutlich erweiterten Neuauflage erschienen ist: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/252455/migration

 

 

Anna-Lisa Müller, Migration, Materialität und Identität. Verortungen zwischen Hier und Dort (Sozialgeographische Bibliothek, Band 21), Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2020, ISBN 978-3-515-12473-7 (auch als E-Book)

Wie leben Menschen ihren Alltag, wenn sie von Berufs wegen häufig umziehen? Um diesen Balanceakt zwischen Hierbleiben und Weggehen zu untersuchen, hat Anna-Lisa Müller Interviews mit hochqualifizierten Menschen aus der Privatwirtschaft, dem Kultursektor und der Wissenschaft geführt.

Die Interviews geben Aufschluss darüber, wie sich Menschen das Leben an und zwischen Orten unterschiedlich einrichten. Ebenso wichtig wie andere Bezugspersonen und ihre Netzwerke sind für sie dabei Dinge: das Cello, das immer wieder über Ländergrenzen hinweg umgezogen wird; das Familienfoto, das in jeder Wohnung steht; aber auch der Motorroller, der nur in einer Stadt wichtig ist, um sich zuhause zu fühlen, oder der Computer, um soziale Medien zu nutzen. Wichtig für das Balancieren zwischen Hier und Dort sind außerdem Verortungen: an dem Ort, an dem man lebt, an den Orten, an denen man gelebt hat, an den Sehnsuchtsorten und zwischen den Orten im transnationalen Netzwerk. Müller zeigt, dass Migrantinnen und Migranten in Relationen von Menschen, Objekten und Orten eingebunden sind und darüber charakteristische Identitäten entwickeln, die Ausdruck ihrer Migrationsbiographie sind. Zum Verlag

Malte Steinbrink/Hannah Niedenführ, Africa on the Move. Migration, Translocal Livelihoods and Rural Development in Sub-Saharan Africa (Springer Geography), Wiesbaden: Springer 2020, ISBN 978-3-030-22840-8 (hardcover), ISBN 978-3-030-22841-5 (e-book)

This book discusses migration and space-spanning social network relationships as normal realities of life in African societies. It offers an overview of the research landscape and introduces an agency-centered theoretical model that provides a conceptual framework for translocality. The authors Malte Steinbrink and Hannah Niedenführ plead for a translocal approach to social transformation, showing how the translocality of livelihoods is shaping the lives of half a billion people on the continent and impacting local conditions. Using an action-oriented approach, the book analyzes the effects of translocal livelihoods on diverse aspects of economic, environmental and social change in rural Sub-Saharan Africa. The study thus makes an innovative contribution not only to migration research and development studies but also to the discussion around the policy and practice of development cooperation and planning. It is time to rethink development in light of translocal realities. - The book appeals to scholars and researchers in geography, sociology, policy-making and planning, development studies, migration research and rural development. Publisher